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Partnerübungen
Die Partnerübungen (推手tui shou), umfassen eine Vielzahl von Formen, die
Übungen zur praktischen Anwendung des Tai Chi Chuan als Kampfkunst
enthalten.
Der besondere Aspekt liegt hierbei in der Kunst des 听劲(ting jin), dem
Hören der Kraft.
Im Tai Chi Chuan unterscheidet man zwischen den zwei Kräften Li und Jin.
Der einfachen Kraft Li wird eher ein äußerer und gröberer Aspekt
zugeschrieben. Die Jin Kraft dagegen entwickelt sich aus den Bewegungen
und Positionen des gesamten Körpers und setzt in seiner Anwendung eine
Durchlässigkeit all seiner Glieder voraus.
Es gilt die Fähigkeit zu entwickeln, aus dem ständigen Kontakt über die
Hände und Arme die Absicht des Übungspartners in seinen Bewegungen zu
erfühlen um dementsprechend zu reagieren und ihn ins Leere laufen zu
lassen.
Dies erfordert ein langes kontinuierliches Training, was in der Tradition
des Wu Tai Chi Chuan eine wichtige Stellung einnimmt, da diese Übungen
sich wiederum auf das Training der Soloformen auswirken und umgekehrt.
Im Wu Tai Chi Chuan ist eine Vielzahl dieser Techniken überliefert und
bildet mit den Soloformen ein eigenes Übungssystem.
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Systematisches Üben
Im Tui Shou gibt es wie in den Soloformen einen festgelegten Ablauf von Übungen.
Als erstes werden systematisch die verschiedenen Einzelhandübungen (单手dan shou)
zur Sensibilisierung der Hand, des Unterarms und des Ellebogens trainiert.
Im zweiten Schritt folgen die Übungen mit zwei Armen (双手shuang shou).
Hier werden verschiedenste Techniken (peng, lü, ji, an, cai, lie, zhou, kao)
auf allen Höhen des Köpers geübt.
Diese Techniken werden einzeln und bewusst solange trainiert, bis sie in der
freien Anwendung reflexartig verwendet werden können.
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Eine Zielsetzung dieses systematischen Übens ist,
eine Gewandtheit und Weichheit des ganzen Körpers
zu entwickeln, um später in jeglicher Situation „natürlich“
auf die Angriffe des Gegners reagieren zu können
und den Einsatz von grober Kraft zu vermeiden.
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„An welcher Stelle auch immer eine Feder, eine Hausfliege oder ein
anderes kleines Insekt den Körper berührt, jedesmal vermag man es
zu erspüren und kann dann sofort eine Bewegung ausführen um diesem
zu begegnen.
Dies führt dazu, dass der Gegner einen nicht kennt,
aber man selbst kennt den Gegner.“
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