PfeilEnglish Version

EWTC

European Association for Traditional Wu Tai Chi Chuan


Tai Chi Chuan Lernen Termine Der Verein 8 Fragen News Kontakt Impressum Startseite
Langsame Form
Formen
"Wu-Stil Tai Chi Chuan ist kompakt, natürlich und locker, langsam und ununterbrochen, lebendig, fließend, weich und ausgeglichen."
Langsame Form
 

Langsame Formen

Am Anfang des Lernen steht die Lange Form (慢拳 man quan). Sie umfasst
eine bestimmte Abfolge von festgelegten Bewegungen, die in einem langsamen
gleichmäßigen Tempo geübt werden.

Ziele des Trainings dieser Form sind u.a. das Erlernen bestimmter
Bewegungsprinzipien, die Konzentration und Erfassung des Körpers in seinen
Bewegungen, sowie die Beruhigung des Geistes. Die Lange Form umfasst 
100 Bewegungen, die in sechs verschiedene Teile aufgeteilt sind.
Durchläuft man sie in angemessenem Tempo, dauert die Form zwischen 
30-40 Minuten. 
Da nicht jeder täglich soviel Zeit aufbringen kann, entwickelte die
Familie Wu auch eine Kurze Form, die man schneller lernen kann und nur
etwa 10 Minuten benötigt, aber trotzdem die wichtigsten Bewegungen enthält.


Schnelle Form

Neben diesen beiden langsamen Formen gibt es noch die 
Schnelle Form (快拳 kuai quan), welche in ihren Bewegungen wesentlich
schneller und kraftvoller angelegt ist als die Lange Form oder Kurze Form.
Hinzu kommen noch Soloformen mit dem Säbel, der Lanze und dem Schwert, die
von ihrer Geschwindigkeit und Dynamik der Schnellen Form ähnlich sind.


Prinzipien

Die Formen bestehen aus genau festgelegten Bewegungsabläufen, die in einem
zusammenhängenden Durchgang geübt werden, ähnlich einer Choreographie. 
Am Anfang des Lernens stellen sich viele die Frage, ob solch eine strenge 
Beachtung der Bewegungen sinnvoll ist. Dies beantwortet sich nach und
nach, da erst durch eine Kontinuität der Übung die Bedeutung der
Stellungen und Bewegungen körperlich erfasst und in ihrer Logik verstanden
werden. 
„Natürlichkeit“ (自然zi ran) spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.
Allerdings ist mit diesem Begriff der Natürlichkeit nicht Beliebigkeit
gleichzusetzen. Vielmehr handelt es sich um ein Folgen bestimmter
Bewegungsprinzipien, die der Physiologie des Körpers entsprechen.

Eines dieser Prinzipien liegt z.B. in der ständigen Wahrung der Mitte.
Dies ist zum einen auf den Körper und seinen Schwerpunkt zu beziehen, der
sich je nach Position des Standes und der Hände verändert. 
Zum anderen kann es auch auf den Geist bezogen werden. Die Bilder und 
Vorstellungen im Kopf sollten während des Übens zusammengehalten werden 
und nicht abschweifen.